Du willst nie wieder einen schlecht gepackten Rucksack schleppen müssen?
Dann bist du hier genau richtig!
Viele Wanderer packen ihren Rucksack falsch und leiden dann unter Rückenschmerzen, verlieren das Gleichgewicht oder finden ihre Ausrüstung nicht.
Lerne jetzt, wie du deinen Rucksack optimal packst!
Inhaltsverzeichnis
Das Schwerpunkt-Prinzip: Die Grundlage des richtigen Packens
Der wichtigste Grundsatz beim Rucksack packen ist die richtige Gewichtsverteilung. Schwere Gegenstände gehören nah an den Rücken und auf mittlerer Höhe. Dadurch bleibt dein Körperschwerpunkt stabil und du wirst nicht nach hinten oder vorne gezogen.
Leichte, sperrige Ausrüstung wie Schlafsäcke oder Jacken packst du hingegen nach unten oder oben. Diese Regel gilt für alle Rucksacktypen – vom Tagesrucksack bis zum großen Trekkingrucksack.
Die optimale Schichtaufteilung
Unterer Bereich (Bodenfach)
In den unteren Teil des Rucksacks gehören:
- Schlafsack
- Reservekleidung
- Gegenstände, die du erst am Zielort brauchst
- Leichte, aber voluminöse Ausrüstung
Mittlerer Bereich (Hauptfach)
Hier packst du die schweren Sachen rückennah:
- Wasserflaschen oder Trinkblase
- Kocher und Kochgeschirr
- Konserven und schwere Lebensmittel
- Werkzeug und schwere Ausrüstung
Nach außen hin (zur Rucksackfront) kommen dann mittelschwere Gegenstände wie Wechselkleidung oder das Zelt. Für eine bessere Organisation könntest du einen Rucksack-Organizer in Betracht ziehen.
Oberer Bereich (Deckelfach)
In den Deckel und die oberen Bereiche packst du:
- Regenjacke
- Erste-Hilfe-Set
- Snacks für unterwegs
- Kopfbedeckung
Außentaschen und Zusatzfächer clever nutzen
Die Seitentaschen deines Rucksacks sind perfekt für Gegenstände, die du schnell erreichen möchtest. Wasserflasche, Trekkingstöcke und Müsliriegel haben hier ihren idealen Platz.
Im Hüftgurt-Fach verstaust du wichtige Kleinigkeiten wie Handy, Karte oder Kompass. Diese Dinge brauchst du häufig und sie sollen immer griffbereit sein.
Viele moderne Rucksäcke haben auch spezielle Fächer für die Trinkblase. Nutze diese Features – sie sind durchdacht und erleichtern dir das Wandern erheblich.
Trekkingstöcke sind besonders nützlich, um das Gleichgewicht zu halten, sodass du häufige Packfehler vermeiden kannst.
[h2]Häufige Packfehler vermeiden[/h2>
Zu viel Gewicht außen am Rucksack ist einer der größten Fehler. Zelt, Isomatte oder andere Ausrüstung außen anzubringen mag praktisch erscheinen, verschlechtert aber die Balance erheblich.
Ein weiterer Fehler: Schwere Gegenstände zu weit vom Rücken entfernt zu packen. Dadurch entsteht ein Hebel, der dich nach hinten zieht und die Belastung für deinen Rücken unnötig erhöht.
Vergiss auch nicht, den Rucksack nach dem Packen anzuheben und zu testen. Ein gut gepackter Rucksack fühlt sich deutlich leichter an als schlecht verteiltes Gewicht.
Spezielle Tipps für verschiedene Aktivitäten
Beim Bergsteigen packst du schwere Sachen etwas tiefer als beim normalen Wandern. Das senkt den Schwerpunkt und gibt dir mehr Stabilität in schwierigem Gelände.
Für Tagestouren reicht oft ein kleiner Rucksack. Hier gilt: Wasser und Verpflegung in die Mitte, Regenschutz nach oben und Erste Hilfe griffbereit.
Bei Mehrtagestouren solltest du einen Packplan erstellen. Überlege dir vorher, was du wann brauchst, und packe entsprechend, um auf die besonderen Anforderungen von Reiserucksäcken vorbereitet zu sein.
Fazit: Richtiges Packen will gelernt sein
Ein richtig gepackter Rucksack macht den Unterschied zwischen einer angenehmen Wanderung und einer schmerzhaften Tortur aus. Die wichtigste Regel lautet: Schwer und rückennah in der Mitte, leicht nach unten und oben.
Nimm dir Zeit beim Packen und teste verschiedene Varianten. Mit etwas Übung entwickelst du schnell ein Gefühl dafür, wie sich ein gut gepackter Rucksack anfühlt. Dein Rücken wird es dir danken!